Die Finalisten aus Wien vorgestellt!

Die spannenden Entwürfe der Teilnehmer von Home not Shelter! wurden auf den diesjährigen Social Design Elevation Days der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Hier sollen die Projekte der Finalisten noch einmal im Detail beleuchtet werden. Wir starten mit unseren österreichischen Teilnehmern von der TU Wien.

 

PETRA PANNA NAGY – EIN PARKHAUS BELEBT

„Musik als Zusatzangebot“ ist das Motto des Entwurfs von Petra Panna Nagy. Der Idee folgend, dass es für das Zusammenleben in einem großen Wohnheim zuträglich ist, wenn gemeinsamen Interessen und Hobbys nachgegangen werden kann, entwarf Nagy als Umnutzung für ein Parkhaus eine lebendige Wohnlandschaft mit vielen Rückzugs- und Begegnungssorten und viel Platz für gemeinsames Musizieren. Herzstücke sind ein großer Vorführungsraum und eine grüne Dachlandschaft, die als Erholungsort für Bewohner und für die Nachbarschaft dienen kann.

Kommerzielle Nutzungen in den unteren Etagen bleiben erhalten und sorgen für gemischte, nicht segregierte Wohnungen mitten in der Stadt. Der Austausch über die Musik soll eine Gemeinschaft bilden, Kommunikation fördern und einladen, mitzumachen. Die einfache Umsetzbarkeit in eine bestehende und kaum mehr benötigte Struktur macht diesen Entwurf besonders ansprechend.

 

MELANIE AICHINGER & JOHANNA WALDHÖR – IM_PULS

Das Konzept des IM_PULS Hauses ist vereinfacht: „Wohnraum gegen Arbeitsleistung“. Genauer: Gegen Mithilfe am Umbau oder Neubau eines weiteren Gebäudes wohnen Studierende und Flüchtlinge zusammen in einem ständig flexiblen, identitätsstiftenden Zuhause. Basis dafür ist das sogenannte „Rückgrat“, eine Struktur, in der sich sämtliche Anschlüsse und Installationen befinden und an die Container oder Wohnräume angedockt werden. Rahmen dienen als verbindende und raumbildende Elemente.
Öffentliche Nutzungen (Werkstätten, Cafés) sind im Erdgeschoss vorgesehen und die privateren Schlafräume im Obergeschoss. Die Bewohner sind aber dazu aufgerufen, ständig weiter zu bauen, zu basteln und zu erweitern. So werden Potenziale genutzt, die Freizeit sinnvoll gestaltet und es entsteht ein individuelles, an die Bedürfnisse angepasstes und architektonisch anspruchsvolles Gemeinschaftshaus.

 

MANFRED THALLNER – LEERSTAND GESUCHT!

Auch Manfred Thallners Projekt ermutigt zum Eigenbau in eine bestehende Grundstruktur. Er arbeitete einen Plan zur graduellen Umnutzung leerstehender Bürogebäude in ein Wohnhaus aus. Zentral werden in einem ersten Schritt Zwischenwände entfernt und wichtige Installationen eingebaut. Erste Montagerahmen grenzen die Räume ab und machen das Gebäude bereits früh provisorisch bewohnbar. Der individuelle Raumabschluss wird von den Bewohnern selbst errichtet. Das bietet die Möglichkeit, nach eigenen Bedürfnissen über Raumaufteilung, Öffnungen und individuelle Gestaltung zu entscheiden.
Zum Schluss entsteht ein vollwertiges Wohnhaus, in dem sich die Bewohner wohlfühlen können und das bestehende, ungenutzte innerstädtische Flächen neu belebt.

 

 

PIETER DE CUYPER – FUNCTION FOLLOWS TIME

Im Mittelpunkt von De Cuypers Semesterarbeit steht die Zeit. In seinem Gebäude lassen sich Räume in ihrer gewünschten Funktion je nach Tageszeit und Bedarf „umschalten“. Er entwarf ein Modulsystem, in welchem Wände und Decken in Fertigbauweise in ein Baugerüst eingebaut werden. Die Struktur ist Flexibel und kann nach Bedarf erweitert oder zurückgebaut werden.
Ein Modul besteht je aus vier Wohngemeinschaften mit je vier Bewohnern. Außerdem sind Wasch-, Lern-/Bibliotheks-, und Aufenthaltsräume vorgesehen. Im Erdgeschoss befindet sich Platz für verschieden öffentliche Nutzungen, wodurch das Gebäude für die Nachbarschaft mitbenutzbar wird. Dies soll Begegnung und Kommunikation zwischen Hausbewohnern und Besuchern ermöglichen. Der originelle Entwurf ist nicht örtlich nicht gebunden und kann Resträume in der Stadt temporär besetzen.

 

In der nächsten Woche werden die Berliner Finalisten porträtiert, die ebenso einfallsreiche Ideen in bemerkenswerte Entwürfe verwandelten.

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