Zusammen Bauen – Voneinander Lernen

Partizipatives studentisches Bauprojekt

Der Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern plant für das Sommersemester 2016 in Kooperation mit dem Baukompetenzzentrum der Stadt Mannheim ein studentisches Planungs- und Bauprojekt (design build) für Gemeinschaftsbereiche in einer Unterkunft für Asylsuchende. Diese werden dabei aktiv in den Entwurfs- und Bauprozess eingebunden.

Design Build TU Kaiserslautern

design build-Projekt der TU Kaiserslautern

In der Erstaufnahmeeinrichtung Spinelli Barracks auf dem ehemaligen amerikanischen Militärareal in Mannheim sind die meisten der Bewohner derzeit in ehemaligen Fahrzeug- und Lagerhallen untergebracht. Während sie dort mit dem Nötigsten versorgt sind, fehlen qualitätvolle Orte, an denen sich die Asylsuchenden aufhalten können und an denen Begegnungen in entspannter Atmosphäre möglich sind.

Vor diesem Hintergrund führen die Fachgebiete Tektonik im Holzbau (Jun. Prof. Stefan Krötsch), Tragwerk und Material (Prof. Jürgen Graf) und Digitale Werkzeuge (Jun. Prof. Andreas Kretzer) des Fachbereichs Architektur der TU Kaiserslautern in Kooperation mit dem Baukompetenzzentrum der Stadt Mannheim im kommenden Sommersemester die Planung und den Bau eines Gemeinschaftsraums und von Freiflächen durch.

Luftbild der Spinelli Barracks mit Markierung des geplanten Bauplatzes

Luftbild der Spinelli Barracks mit Markierung des geplanten Bauplatzes

Der neue Gemeinschaftsraum wird als teilweise umschlossener Freibereich mit einfachen Mitteln gebaut und soll als Veranstaltungsraum, Zuschauerbereich für Sportveranstaltungen, Bühnenraum, Kiosk mit Teestube und als Garten mit überdachten Sitznischen dienen. Zudem entstehen ein Fußballfeld und großzügige Garten- und Freiflächen.
Der ausgewählte Ort befindet sich zentral in der Kasernenanlage und liegt an einem der zukünftigen Hauptwege im Bereich der Gebäude. Die Bauausführung ist für August und September 2016 vorgesehen.

Besonders an diesem Projekt ist die Einbindung der zukünftigen Nutzer, der Flüchtlinge, in die Planung und den Bau, so dass sie ihr eigenes Umfeld mitgestalten können. Bewohner unterschiedlicher Herkunft, Studenten und lokale Freiwillige arbeiten an einem gemeinsamen Projekt, wobei Gelegenheit ist untereinander Bekanntschaften zu schließen, Vorurteile abzubauen und voneinander zu lernen.

Das großartige freiwillige Engagement der Technischen Universität Kaiserslautern und der Stadt Mannheim reiht sich in eine Vielzahl weiterer Initiativen ein, die die Lebenssituation der Flüchtlinge mit Architektur und durch Anpacken nachhaltig verbessern will. Home not Shelter! freut sich auf die ersten Ergebnisse dieses Projekts und wünscht viel Erfolg!

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