Workshop ‚A Neighbourhood Living Room‘ Teil 2

Der Design & Build-Workshop ‚A Neighbourhood Living Room‘ Teil 2 von Home not Shelter!, der SHS Delft und der Veldacademie findet vom 5. bis zum 11. Februar 2018 in den Niederlanden statt und steht allen Studierenden offen.

Es wird ein Gemeinschaftsraum für die Senioren und Studenten des Gebäudes Abtswoude bloeit und die ganze Nachbarschaft geplant und gebaut – handwerkliche Fähigkeiten sind gefragt!

Anmeldung über abtswoudebloeit@shsdelft.nl

Neues vom Home not Shelter!-Projekt Wohngruppe Oldenburg

Die studentischen Home not Shelter!-Teilnehmer um die Architekten Hans Drexler und Ralf Pasel haben ihren Entwurf für Cohousing mit Geflüchteten in Oldenburg weiter ausgearbeitet und ihn als Bauantrag eingereicht.

Entwurf Wohngruppe Oldenburg

Die im typischen Oldenburger ‚Hundehütten‘-Stil geplanten Apartments der ‚Wohngruppe Oldenburg‘ variieren in Größe und Funktion. Allen Bewohnern stehen großzügige Gemeinschaftsflächen zur Verfügung. So sollen Nachbarschaft und Zusammengehörigkeit entstehen.

Besonders an diesem Projekt ist auch das gemeinschaftliche Gartenhaus, ein Selbstbauprojekt aus Holz, das als Werkstatt, Wintergarten, Gewächshaus und Küche dienen kann.

Ziel sind qualitative Wohnungen und eine inklusive Hausgemeinschaft, die sich mit ihrem Wohnort identifizieren kann.
Alle weiteren Entwicklungen werden auf homenotshelter.com gekannt gegeben.

 

Zu den Plänen (PDF):

Preis für Home not Shelter!-Projekt Bella Vista Landwirtschaftsschule

Die Landwirtschaftsschule Bella Vista in Bolivien ist Sieger in der Kategorie „Wirtschafts-, Industrie- und Gewerbebauten“ des diesjährigen Heinze Architekten-AWARDs. Motto der Preisverleihung, die während des Heinze ArchitekTOUR Kongress in der STATION Berlin stattfand, was der Nichtwohnbau.

 

Foto: Heinze

 

Das Projekt Bella Vista Landwirtschaftsschule basiert auf der Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion von Prof. Pasel an der Technischen Universität Berlin und der gemeinnützigen Organisation „Fundación Cristo Vive Bolivia“.

 

Foto: CODE TU Berlin

 

Bei dem Projekt wurde ein Aus­bil­duns­g­zen­trum in der bolivischen Stadt Bella Vista durch eine Land­wirt­schafts­schule erwei­tert. Das Pro­jekt star­tete im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 mit einer inten­si­ven Recher­che– und Ent­wurfs­phase. Anschlie­ßend wur­den 14 indi­vi­du­elle Ent­wurfs­lö­sun­gen bis zur Aus­füh­rungs­pla­nung ver­tieft. Im darauffolgenden Som­mer­se­mes­ter erfolgte die Struk­tu­rie­rung und Vor­be­rei­tung des Bau­pro­zes­ses. Im August begann der Bau in Gemeinschaft mit den Dorfbewohnern.

 

Foto: CODE TU Berlin

 

In der Begründung der Jury heißt es:

„[…] Nicht nur der Entwurf und die Planung wurde innerhalb dieses interdisziplinären Projektes entwickelt, sondern auch die Ausführung eigenhändig durchgeführt. Diese seit 2014 bestehende, integrative Zusammenarbeit schafft eine langfristige Kooperation für die Sicherstellung der landwirtschaftlichen Zukunft Boliviens. […]. Durch das zukunftsweisende Projekt wird jungen Leuten in Bolivien trotz wachsender Urbanisierung, Landflucht und Armut eine berufliche Perspektive geboten und somit der Fortbestand der Subsistenzlandwirtschaft des andinen Dorfes gesichert.“

 

Preis für Home not Shelter!-Projekt „Gemeinsam bauen – voneinander lernen“

Foto: TU Kaiserslautern

Das Home not Shelter!-Projekt „Gemeinsam bauen – voneinander lernen„, ein Gemeinschaftshaus in einer Asylunterkunft in Mannheim, wurde mit dem renommierten Erskine Award 2017 ausgezeichnet.

Bei diesem Projekt planten Studierende der TU Kaiserslautern einen Begegnungsort für die Erstaufnahmeeinrichtung Spinelli, in der es bis dahin kaum Freizeitangebote gab. Geflüchtete und Studierende bauten das Gemeinschaftshaus anschließend gemeinsam auf. Zum Baustellenblog geht es hier.

Auf der Veranstaltung ‚Architekturgalan‘ am 28. November 2017 in Stockholm überreichte Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden den Erskine Award an eine Delegation des Projektes. Vor Ort waren der Bürgermeister und die Baureferentin der Stadt Mannheim, die verantwortlichen Professoren der Universität und einige der teilnehmenden Studierenden.

Der britische Architekt Ralph Erskine gründete aus privaten Geldern einen Stipendienfond, aus dem 1988 der Erskine Award (dotiert mit 10.000 USD) hervorging.

Seine Arbeit ist geprägt von sozialen und humanistischen Fragestellungen. Er war davon überzeugt, dass Architektur dem öffentlichen Wohl dienen muss und zur Partizipation anregen soll.

In der Jurybegründung wurden insbesondere der Enststehungsprozess des Gebäudes und die hohe Qualität des Ergebnisses gelobt.

Home not Shelter! beglückwünscht die Organisatoren, die Studierenden und die Geflüchteten zu ihrem Erfolg!

 

Zur Preis-Seite geht es hier (schwedisch): https://www.arkitekt.se/the-erskine-award-2017/

 

Foto: Jonas Malmström