Nominierung der Bella Vista Landwirtschaftsschule als ‚Building of the Year 2018‘

Die Architekturplattform ArchDaily hat die diesjährige Nominierungsrunde für ihren Preis ‚Building of the Year‘ gestartet. Einer der Kandidaten ist das mit Home not Shelter! assoziierte Projekt ‚Landwirtschaftsschule Bella Vista‚.

Bei diesem Design/Build-Projekt des Lehrstuhls Construction | Design der TU Berlin unter Prof. Ralf Pasel handelt es sich um eine Sommer-Berufsschule für junge Bolivianerinnen und Bolivianer. Pasel und 40 ArchitekturstudentInnen planten und realisierten die Schule gemeinsam mit SchülerInnen, HandwerkerInnen und ExpertInnen vor Ort. So kam es zu Wissensaustausch zwischen Kulturen, Disziplinen und Theorie, Forschung und Praxis.

 

Hier kann für das Projekt abgestimmt werden. Der Nominierungsprozess ist noch bis zum 31. Januar 2018 offen.

Ende für Traudi und Haus Hawi?

Das Haus Hawi soll geschlossen werden. Aufgrund von sinkenden Asylbewerberzahlen musste die Caritas Wien bereits zahlreiche Notquartiere und Grundversorgungseinrichtungen schließen. Nun ist auch Hawi betroffen – ein Haus, in dem Geflüchtete mit Studierenden gemeinsam wohnen und leben. Ende dieses Semesters wird eine teilweise Schließung erfolgen und mit Ende Juni soll das Haus vollständig geschlossen werden.

Doch: „Der Geist von Hawi soll weiterleben“, sagt Caritas-Sprecher Martin Gantner. Ob auf diesem Standort oder einem anderen, ist noch offen. „Wir schauen, dass wir das auf die Reihe bekommen!“.

In diesem Projekt haben Wiener Home not Shelter!-Teilnehmer besondere Zimmer geplant und gebaut, die die Bewohner selbst weiterbauen und individualisieren können. Mehr Informationen zu Traudi gibt es auf dieser Seite.
In einer Summerschool haben Architekturstudierende aus Berlin gemeinsam mit den Menschen vor Ort Gemeinschaftsräume gebaut. Bei diesem Home not Shelter!-Projekt entstanden eine Sitz- und Liegelandschaft, ein 10 Meter langer multifunktionaler Tisch zum Arbeiten, Unterrichten und Werken, sowie weitere wohnliche Aufenthaltsbereiche.

Die mehr als 100 jungen Menschen, Studierende und Flüchtlinge, die sich in Haus Hawi im vergangenen Jahr eine Gemeinschaft aufgebaut haben, haben nun die Initiative ergriffen, um das Projekt noch zu retten.

Auf https://www.facebook.com/savehawi/ sucht die Gruppe ‚Don’t worry – Be Hawi‚ nach Möglichkeiten der Fortsetzung, nach alternativen Konzepten, Kontakten, sowie eine neue Unterkunft für alle Bewohnerinnen und Bewohner, die kurzfristig ausziehen müssen.

 

Finanziell setzt die mögliche Schließung viele der Hawi-Mieter unter Druck. Kautionen müssen bezahlt, Möbel besorgt und Umzüge organisiert werden. Vor allem den Geflüchteten fehlen dafür die finanziellen Rücklagen. Daher hat das Team von Don’t worry – be Hawi eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

In einem Beitrag bei radio FM4 berichten Geflüchtete und Studierende von ihrer Rettungsaktion und darüber, was sie mit Hawi verbindet.

 

 

Das Projekt hat vielen Menschen, insbesondere den Bewohnerinnen und Bewohnern, viel bedeutet. Es hat gezeigt, wie Integration gelebt werden kann.

Home not Shelter! wünscht der Zukunft von Hawi und Traudi alles Gute.

 

Workshop ‚A Neighbourhood Living Room‘ Teil 2

Der Design & Build-Workshop ‚A Neighbourhood Living Room‘ Teil 2 von Home not Shelter!, der SHS Delft und der Veldacademie findet vom 5. bis zum 11. Februar 2018 in den Niederlanden statt und steht allen Studierenden offen.

Es wird ein Gemeinschaftsraum für die Senioren und Studenten des Gebäudes Abtswoude bloeit und die ganze Nachbarschaft geplant und gebaut – handwerkliche Fähigkeiten sind gefragt!

Anmeldung über abtswoudebloeit@shsdelft.nl

Neues vom Home not Shelter!-Projekt Wohngruppe Oldenburg

Die studentischen Home not Shelter!-Teilnehmer um die Architekten Hans Drexler und Ralf Pasel haben ihren Entwurf für Cohousing mit Geflüchteten in Oldenburg weiter ausgearbeitet und ihn als Bauantrag eingereicht.

Entwurf Wohngruppe Oldenburg

Die im typischen Oldenburger ‚Hundehütten‘-Stil geplanten Apartments der ‚Wohngruppe Oldenburg‘ variieren in Größe und Funktion. Allen Bewohnern stehen großzügige Gemeinschaftsflächen zur Verfügung. So sollen Nachbarschaft und Zusammengehörigkeit entstehen.

Besonders an diesem Projekt ist auch das gemeinschaftliche Gartenhaus, ein Selbstbauprojekt aus Holz, das als Werkstatt, Wintergarten, Gewächshaus und Küche dienen kann.

Ziel sind qualitative Wohnungen und eine inklusive Hausgemeinschaft, die sich mit ihrem Wohnort identifizieren kann.
Alle weiteren Entwicklungen werden auf homenotshelter.com gekannt gegeben.

 

Zu den Plänen (PDF):