Summerschool Future Maker/s – Future Market/s

Diesen September findet für internationale Studenten in Berlin eine Summerschool statt, bei der es darum geht, mit Designmethoden die Talente und Fähigkeiten von Newcomern zu ermitteln und Szenarien zu entwickeln, wie diese auf dem ‚Markt der Zukunft‘ genutzt werden können, sodass alle davon profitieren.

Der Workshop findet auf einem ehemaligen Stasi-Areal in Berlin-Lichtenberg statt. In einem Teil dieses Komplex wurden in den vergangenen Jahren ca. 1300 Asylsuchende untergebracht. Die 10-tägige Summerschool wird untersuchen, wie das Areal im Speziellen und Lichtenberg im Allgemeinen von diesem Zuzug vom Menschen profitieren kann, die motiviert sind, aktiv etwas beizutragen.

Lehrende sind Kaja Kühl von der Columbia University, Katharina Rohde von der KU Leuven und Oliver von Spreckelsen von der UdK Berlin.

In Teil 1 der Summerschool, ‚Future Maker/s‚ vom 4. bis zum 10. September 2017 werden Talente, Netzwerke und Orte in Berlin-Lichtenstein untersucht, die Potenzial aufweisen. Am Ende entsteht eine interaktive Installation.

In Teil 2, ‚Future Market/s‚ vom 11. bis zum 15. September, beschäftigen sich die Studierenden mit möglichen Szenarien, die den Ambitionen der Newcomer Möglichkeitsräume bieten.

Einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am 5. Semptember folgen Workshops mit lokalen Akteuren (wie z.B. der Wohnungsbaugesellschaft Berlin, Howoge), eine Ausstellung der Zwischenergebnisse und eine Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse vorgestellt und getestet werden.

Mehr dazu folgt in Kürze.

Endpräsentation Entwurf: Ausblick auf eine Architektur der Gastfreundschaft

ArchitekturstudentInnen der TU Wien präsentierten am 29. Juni 2017 ihre Enwtwürfe zum diesjährigen Fluchtraum Österreich-Entwerfen „Ausblick auf eine Architektur der Gastfreundschaft – Entwerfen von selbstbestimmten Formen des Ankommens“. Ort der Präsentation und Gegenstand der Entwurfsanalyse war die Asylwerberunterkunft Haus Favorita in Wien.

Towards an Architecture of Hospitality sucht neue Gebäudetypologien, die selbstbestimmte Wohnformen und ein Ankommen ermöglichen.

 

 

Entworfen wurden ‚reale Utopien‘, die fünf ausgewählte Hotelstandorten in Österreich zum einen zu Möglichkeitsräumen für uneingeschränkte Gastfreundschaft umwandeln und zum anderen an diesen Orten hohe architektonische Qualitäten schaffen.

Die Entwürfe werden Teil einer Publikation die als Forderungskatalog konkrete räumliche Leitlinien für ein Wohnen auf der Flucht einfordert. Das Entwerfen ist Teil des Projekts Fluchtraum Österreich und der MORE Initiative.

Forschungsarbeit ‚Gemeinsam leben statt getrennt wohnen? Potentiale und Realitäten integrativer Wohnformen für Geflüchtete‘

Die Arbeit ‚Gemeinsam leben statt getrennt wohnen? Potentiale und Realitäten integrativer Wohnformen für Geflüchtete‘ von Home not Shelter!-Mitarbeiterin Ruth Vera Pelzer untersucht anhand zweier integrativer Wohnprojekte für Studierende und Geflüchtete, welche Rolle solche Projekte für die Integration Geflüchteter spielen können.

Dazu geht sie folgenden Leitfragen nach:

  • Welche institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen sind innerhalb der Projekte gegeben und wie wirken sich diese auf das soziale Miteinander aus?
  • Welche Formen von Kontakt entstehen innerhalb der Wohnheime und wie bringen sich die BewohnerInnen persönlich ein?
  • Wie nehmen sich die BewohnerInnen gegenseitig wahr und welche Formen von Gemeinschaft entstehen?
  • Welche Konflikte treten auf und welche Wirkung haben diese?

Die wichtigsten Ergebnisse gibt es unter der Rubrik Forschen hier auf homenotshelter.com.

Veranstaltungshinweis: Re-tracing Home

Beim Workshop ‚Re-tracing Home‘ entwickelt die Gruppe Guerilla Architects gemeinsam mit ArchitektInnen, SoziologInnen, PolitikwissenschaftlerInnen und vor allem mit Geflüchteten und mit MigrantInnen experimentelle Alternativen zur heute gängigen Flüchtlingsarchitektur.

Als zweiphasiger interaktiver Workshop untersucht das Projekt die Bedeutung des Begriffs ‚Zuhause‘ und thematisiert dabei, wie man Fähigkeiten und soziokulturelle Hintergründe geflüchteter Menschen in Architektur und Planung von alternativen Wohnungstypen überführen kann.

Mithilfe von Zeichnungen und textbasierten Designmethoden wird gezielt die Perspektive von Geflüchteten in Bezug auf Wohnen in Deutschland gesucht.

Partner sind u.a. Benedikt Stoll von Guerilla Architects, das Migration Hub Network, Über den Tellerrand e.V. und Architecture for Refugees.

Der Workshop findet in Berlin am Samstag, den 15. Juli und in der Woche vom 17. bis zum 21. Juli 2017 statt.

Weitere Informationen erhalten Sie über den Veranstalter.