Max Hacke

Transitorisch Wohnen, Arbeiten, Lernen

Diese urbanen Defizite können Orte und Räume des Übergangs, des Transitorischen, der Transformation füllen, in dem sie die räumlichen und sozialen Bedürfnisse dieser vielfältigen, mithin auch unsicheren und prekären Lebenslagen – sei es ein Studium oder eine Ausbildung, ein Arbeitsplatzwechsel, eine temporäre Beschäftigung, ein neuer Lebensabschnitt, fluchtbedingte Zuwanderung, eine Lebenskrise, ein Auslandsaufenthalt – zum Ausgangspunkt neuer Gestaltungsprinzipien für Wohnen, Arbeit und Lernen zu machen.

So kann z. B. Architektur für diese urbanen Gruppen neue Angebote und adäquate Räume schaffen, die die Qualitäten der Stadt verbessern und sie gleichzeitig für die Zukunft resilienter machen. Themen wie Vielseitigkeit, Adaptierbarkeit, Partizipation, niedrige Zugangsschwellen, gemeinschaftliche Wohn-, Arbeits- und Nutzungsformen sind hier ebenso relevant wie die Teilhabe an Gestaltung und Produktion an sich. Diese Formen und Prinzipien können auch in kleinerem Maßstab zur Anwendung kommen: in Werk- und Ausbildungsstätten, an außerschulischen Orten des Lernens, in kooperativen Arbeitsumfeldern.

Das Forschungsvorhaben „Transitorisch Wohnen, Arbeiten, Lernen“ macht es sich zur Aufgabe, die integrativen und transformativen Potenziale von Gestaltung anhand einer Auswahl von prototypischen Projekten zu beschreiben, deren Entstehungsprozesse zu dokumentieren und zu analysieren sowie Resultate zu vergleichen. Ziel ist es, innovative Charakteristika der Projekte herauszuarbeiten und gleichzeitig anhand einer Reihe vordefinierter Bewertungskriterien zu analysieren und vergleichbar zu machen.

Aspekte wie Adaptierbarkeit, Flexibilität, gemeinschaftliche Nutzungsformen, Partizipation, Selbstbau, kulturelle und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, Shared Economy, Social Enterprise etc. sollen vordergründlich untersucht werden. Auch soll der Blick auf die ‚nicht-monetären, sozialen’ Erfolge solcher Projekte gerichtet werden, um Veränderungspotentiale gegenüber etablierten Methoden und Ansätzen hervorzuheben.

Ziel dieser Forschungsarbeit ist eine Sammlung, strukturierte und auch visuelle Aufarbeitung anhand von Selektions- und Bewertungskriterien ausgewählter Projekte und die Herausgabe in Publikationsform, was als Dokumentation prototypischer Projekt, gleichzeitig als Inspiration, Anleitung und Manual für Folgeprojekte dienen soll.

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