UNESCO – Inclusion Through Access to Public Space

Ein Projekt der Unesco, Good Urban Practices for Migrants’ Inclusion, will praktische Lösungen für die Beteiligung von Migranten auf städtischer Ebene zeigen. Es sammelt Fallbeispiele von verschiedenen Städten, die daran arbeiten, Neuankömmlinge einzugliedern.

Die Beispiele für gute urbane Praxis auf der Projektwebseite beziehen sich auf 10 Aspekte der Integration:

räumliche, politische, bürgerliche, soziale, kulturelle, wirtschaftliche, wohnrechtliche, bildungstechnische, geschlechtliche und gesundheitliche Einbindung.

Ein Bearbeitungsfeld des Projekts nennt sich Inclusion Through Access to Public Space. Ein Public Space wird als Ort definiert, der für alle Menschen offen und zugänglich ist, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Ethnie, ihrem Alter und ihrer wirtschaftlichen Stellung. Damit sind nicht nur Plätze und Parks gemeint, sondern auch diejenigen öffentlichen Flächen, die sie verbinden, so wie Gehwege und Straßen. Manche bewerten sogar den virtuellen Raum, das Internet, als eine neue Art öffentlichen Raum, der Interaktion und soziale Mischung begünstigt.

Öffentlicher Raum kann eine wichtige Rolle bei der Integration von Migranten spielen, da dort interkultureller Dialog und Austausch stattfinden können. Durch behutsame Eingriffe in die Stadtplanung können isolierte Gebiete geöffnet werden. Im Allgemeinen müssen angemessener Wohnraum, ein guter Anschluss an den Nahverkehr und öffentlich zugängliche Gebäude für kulturelle und religiöse Zwecke in die Stadtplanung integriert werden.

Als ein Beispiel für gute Praxis wird das Projekt Slum to Neighborhood in Rio de Janeiro aus dem Jahr 1995 genannt. Dabei wurden bestehende Favelas (Slums) in die umliegende Stadt integriert, indem die Infrastruktur und die Angebote in dem Viertel verbessert wurden. Für den Masterplan wurden die Beiträge von lokalen Organisationen berücksichtigt. Für die Baufirmen wurden Anreize geschaffen, Arbeiter aus den Favelas einzustellen.

Mehr dazu auf www.unesco.org » Social and Human Sciences » Good Practices » Inclusion Through Access to Public Space

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