Forschungsarbeit ‚Gemeinsam leben statt getrennt wohnen? Potentiale und Realitäten integrativer Wohnformen für Geflüchtete‘

Die Arbeit ‚Gemeinsam leben statt getrennt wohnen? Potentiale und Realitäten integrativer Wohnformen für Geflüchtete‘ von Home not Shelter!-Mitarbeiterin Ruth Vera Pelzer untersucht anhand zweier integrativer Wohnprojekte für Studierende und Geflüchtete, welche Rolle solche Projekte für die Integration Geflüchteter spielen können.

Dazu geht sie folgenden Leitfragen nach:

  • Welche institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen sind innerhalb der Projekte gegeben und wie wirken sich diese auf das soziale Miteinander aus?
  • Welche Formen von Kontakt entstehen innerhalb der Wohnheime und wie bringen sich die BewohnerInnen persönlich ein?
  • Wie nehmen sich die BewohnerInnen gegenseitig wahr und welche Formen von Gemeinschaft entstehen?
  • Welche Konflikte treten auf und welche Wirkung haben diese?

Die wichtigsten Ergebnisse gibt es unter der Rubrik Forschen hier auf homenotshelter.com.

Neues Projekt: Das Home not Shelter! Plug-In

Für ein neues Projekt von Home not Shelter! wurde von der Hans Sauer Stiftung und ein Studentenwettbewerb ausgelobt. Wir sind auf der Suche nach innovativen Lösungen für ein Werkstattmodul, das Geflüchteten an ihrer Unterkunft handwerkliche und andere kreative Arbeiten anbieten kann.

Das sogenannte Home not Shelter! Plug-In soll in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Flüchtlingsunterkünften geplant werden und als mobile Einheit gedacht sein, sodass sie ihren Standort wechseln kann.
Die Prämissen und Werte der Home not Shelter! Initiative, neue räumliche und soziale Formen des Zusammenlebens zu fördern und über hochwertige Gestaltung Integration und gesellschaftliche Transformation zu ermöglichen, sollen sich in dem Gebäude widerspiegeln.

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende der TU Berlin. Eine Anmeldung erfolgt über das Fachgebiet CODE bei Prof. Ralf Pasel.

Wir wünschen den Teilnehmern viel Erfolg und freuen uns bereits auf die Entwürfe!

Buchempfehlung und Veranstaltungshinweis: Flüchtlingsbauten

Flüchtlingsbauten – Handbuch und Planungshilfe
Architektur der Zuflucht: Von der Notunterkunft zum kostengünstigen Wohnungsbau

Wohnraum für Geflüchtete und Migranten zu schaffen wird eine immer häufigere Bauaufgabe in Deutschland. Ein heute erschienenes Buch, Flüchtlingsbauten – Handbuch und Planungshilfe möchte Architekten, Projektentwicklern und Entscheidungsträgern ein praktisches und sachliches Werkzeug dafür an die Hand geben.

„Brauchbarer und dauerhaft guter Wohnungsbau muss nicht neu erfunden werden“, sagen die Herausgeber. „Vorhandenes Wissen und Erfahrungen müssen lediglich gebündelt werden.“ Daher stellt die Publikation neben geschichtlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen viele konkrete städtebauliche Typologien, Gebäudeformen und konstruktive Details vor.

Die Beispiele behandeln temporäre und dauerhafte ‚Flüchtlingsarchitekturen‘. Entlang der Themengebiete Größe, Lage, Konstruktion, Bauzeit, Grundriss, Kosten und Qualität werden verschiedene Bauwesen und Konzepte erläutert.

Flüchtlingsbauten ist die wohl bisher praxisorientierteste Veröffentlichung zur Unterbringung von Migranten – und ist dabei weder trocken noch konservativ. 

 

 

Herausgegeben von Lore Mühlbauer und Yasser Shretah
ISBN 978-3-86922-532-6
Mehr Infos und Bestellung hier.

 

 

 

Dazu möchten wir gerne die Buchpräsentation mit Diskussion zum Thema Von der Notunterkunft zum sozialen Wohnungsbau empfehlen:

Dienstag, 21. März 2017, 18.30 Uhr
Vorhoelzer Forum an der Technischen Universität München
Arcisstr. 21, 80333 München

Präsentation:
Dr. Lore Mühlbauer (Architektin und Mitherausgeberin)
Yasser Shretah (Architekt und Mitherausgeber)

Diskussion:
Cornelius Mager (Jurist und Leiter LBK München)
Roman Dienersberger (Architekt, Regierung von Oberbayern,
SGL Wohnungswesen)
Robert Kern (Architekt, Fahrenzhausen)
Manfred Gerstberger (Architekt, München)
Melanie Karbasch (Architektin, Salzburg)

Zudem werden zwei Vertreter der Asylsuchenden, der Architekt Qais M. aus Syrien und der Journalist Ali Majidi aus dem Iran, anwesend sein, die am Buch beteiligt waren.

Moderation:
Dr. Philipp Meuser (Architekt und Verleger)

Ein verwandtes Projekt: Das Hoffnungshaus

Die Hoffnungsträger Stiftung entwickelt mit dem Hoffnungshaus eine Initiative für integrative Wohnformen für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Auf der Grundlage modularer Bauweise aus Holz sollen schnelle, flexible, nachhaltige und reproduzierbare Hoffnungshäuser entstehen, die sozialen Austausch ermöglichen. Darüber hinaus sollen Fachkräfte und Ehrenamtliche das Ankommen unterstützen. Das Angebot der Hoffnungshäuser richtet sich an unterschiedliche Interessenten, wie zum Beispiel gemeinnützige Organisationen oder Kommunen. Derzeit entstehen bereits sechs Hoffnungshäuser in Baden-Württemberg, davon drei in Esslingen.

Die Hoffnungshäuser entstehen in modularer Holzbauweise (Bild: Hoffnungsträger)

Die Minimierung der Flurflächen soll maximalen Wohnraum ermöglichen (Bild: Hoffnungsträger)