Veranstaltungsempfehlung: In VREEMDLAND we make a second chance

Während der diesjährigen Dutch Design Week veranstalten Het Jongerenhuis, Uit de Buurtfabriek, De Voorkamer, Hans Sauer Stiftung und The Welcome Tent Projekte, Workshops und ein Café zu den Themen Migration und Ko-Kreation.

Die Teilnehmer berichten aus ihrer Arbeit und von ihren Erfahrungen mit Partizipation und Refugee-Projekten. Im Hintergrund steht die Überzeugung, dass Menschen mit und ohne Fluchthintergrund gemeinsam in ihrer Gemeinde die besten Lösungen für soziale Verbesserungen finden können. Diesem wertvollen Wissen wollen die Veranstalter von In VREEMDLAND we make a second chance die Komponente Design hinzufügen und diverse Praktiken der Partizipation und Ko-Kreation erläutern. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, teilzunehmen, sein Wissen und seine Fähigkeiten zu teilen und aktiv dazu beizutragen, Menschen eine zweite Chance zu ermöglichen.

Teil der 9-tägigen Veranstaltung sind die ‚VREEMDLAND Social Lab Days‘, ein co-design Event vom 25. bis zum 27. Oktober in De Huiskamer. Dabei geht es um Social Labs, was die Teilnehmer darunter verstehen und was diese zur Gesellschaft beitragen können.

 

Social Lab Day 1 (25. Oktober 2017, 14:00 – 19:00):
mit De Voorkamer, The Welcome Tent
‚Community sourced meeting spaces and Recipes of Hope‘
Herausforderungen und Zwickmühlen beim Design von neuen Orten für die Gemeinschaft in unserer individualistischen Gesellschaft.

Social Lab Day 2 (26. Oktober, 14:00 – 18:00):
mit Hans Sauer Stiftung, Daniel Kerber, Conor Trawinski
‚Designing Futures – Social Labs & Paths of Integration‘
Welche Rolle spielen Social Labs bei der Förderung von gesellschaftlichem Wandel? Was sollten ihre Aufgabenfelder sein? Wie können sie zur Integration beitragen (lokal, national, international)? Diskussion und Workshop mit anschließendem gemeinsamen ‚Melting Pot Dinner‘.

Social Lab Day 3 (27. Oktober, 14:00 – 19:00):
mit Het Jongerenhuis, Uit de Buurtfabriek, Jeanne van Beers
‚The future of De Huiskamer – a social lab for locals and newcomers‘
De Huiskamer soll ein Social Labs für Anwohner und Neuankömmlinge werden. In einem gemeinsamen Workshop soll diese Vision Gestalt annehmen.

 

Alle Infos unter http://vreemdland.eu/

Design/Build Worlshop ‚Neighbourhood Living Room‘ mit Home not Shelter!

Für den Entwurf und den Bau eines Wohnzimmers für die Nachbarschaft (Neighbourhood Living Room) suchen Home not Shelter!, die Veldacademie , die Studierendenorganisation SHS Delft, und die Technische Universität Berlin motivierte Workshopteilnehmer.

Ein Team mit verschiedenen beruflichen und akademischen Hintergründen und Nationalitäten wird gemeinsam an einem innovativen Projekt mit großer internationaler Aufmerksamkeit arbeiten.
Einen Tag lang wird gemeinsam bei einem Workshop in Rotterdam entworfen und dann gemeinsam eine Woche lang gebaut.

 

Registrierung bis zum 29. Oktober 2017 unter https://www.veldacademie.nl/designbuildworkshop

 

Hintergrund:

Viele Menschen und Gruppierungen suchen derzeit nach einer temporären und bezahlbaren Unterkunft. Aber wie kann ein Haus mehr sein, als nur das, eine Unterkunft? Home not Shelter! ermöglicht Studierenden, Geflüchteten und anderen Menschen, in diesem Feld Erfahrung zu sammeln.
In der niederländischen Stadt Delft transformiert die Studierendenorganisation SHS derzeit ein ehemaliges Pflegeheim in ein gemeinsames Zuhause für Studenten, Senioren und Schutzbedürftige Personen. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, ein Neighbourhood Living Room, soll gemeinschaftliche Aktivitäten der Bewohner und Nachbarn ermöglichen. Dieser soll in diesem einwöchigen Workshop entworfen und gebaut werden. Mehr zu diesem Projekt unter www.abtswoudebloeit.nl.

 

Weitere Informationen:

https://www.veldacademie.nl/designbuildworkshop

maarten@veldacademie.nl

https://www.facebook.com/veldacademie/

NZZ: In Wien erproben Architekten innovative Modelle für Flüchtlingsheime

Ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 22. August 2017 befasst sich mit neuem Wohnen für Geflüchtete in Wien. Natürlich mit dabei: Das Projekt Traudi von Home not Shelter!

Die Autorin macht eine Ortsbegehung bei drei Wiener Flüchtlingsunterkünften, die trotz enger staatlicher Vorschriften alternatives – besseres – Wohnen als in sogenannten ‚Tempohomes‘ (Containersiedlungen) anbieten. Was alle diese Projekte gemein haben: durch die Umnutzung von Leerstand gelingt es, innerstädtisches Wohnen anzubieten. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Initiation im Rahmen des österreichischen Beitrags für die Architekturbiennale 2016: ‚Orte für Menschen‘.

Das Haus Erdberg (EOOS Design-Team), ein Notquartier in der Wiener Pfeiffergasse (Caramel Architekten) und das Haus Hawi, in dem Home not Shelter!-Studenten ihr Konzept vom Selbstbau des eigenen Zimmers für mehr Individualität und Verbundenheit mit dem Raum umgesetzt haben, werden in diesem Artikel ausführlich beschrieben und ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Unterkünften analysiert.

Die Autorin begrüßt, dass die aktuelle Krise als Chance verstanden wird, aktiv Quartiersentwicklung zu betreiben, anstatt am Stadtrand neue Problempunkte zu schaffen. Sie sieht das Konzept ‚Orte für Menschen‘ als zukunftsfähig, da es an leerstehendem Büroraum nicht mangele und sich die Situation im Laufe der Digitalisierung noch verschärfen könne.

Zum Artikel: hier

NZZ: Unterkünfte für Asylbewerber_ In Wien erproben Architekten innovative Modelle für Flüchtlingsheime

Veranstaltungsempfehlung: Re-tracing Home auf der Vienna Design Week

Die Veranstaltung Re-tracing Home lädt alle Interessierten ein, sich auf der Vienna Design Week (29.09.-08.10.2017) gemeinsam mit den Veranstaltern in Workshops Gedanken darüber zu machen, wie ein ideales Zuhause aussieht. Insbesondere Geflüchtete sind willkommen, ihre Vorstellungen einzubringen und zu diskutieren.

 

Die Anmeldung zu den verschiedenen Workshops erfolgt über Facebook:

GUIDED CITY WALKS WITH LOCAL NEWCOMERS

Wie sieht Wien durch Ihre Augen aus?
Stadtführungen ermöglichen uns Gemeinsamkeiten und Abweichungen von täglichen Aktivitäten, kulturellen Nutzungen von öffentlichem Raum und räumliche Wahrnehmungen unserer Umgebung zu verstehen. Neuankömmlinge aus lokalen “Flüchtlingsprojekten” werden die Diskussion über eine sich verändernde Nachbarschaft bereichern.

DRAWING HOME WORKSHOPS

Der kreative Zeichnen- und Schreib-Workshop wird Neuankömmlinge, SozialarbeiterInnen, DesignerInnen und VDW BesucherInnen zum Austausch über das alte, neue und ideale “Zuhause” zusammenbringen.

Es soll untersucht werden, inwieweit das Sprechen, Schreiben und Zeichnen mit unterschiedlichen Stimmen dazu beitragen kann den soziokulturellen und architektonischen Hintergrund der TeilnehmerInnen in den Gestaltungsprozess ihres „Zuhauses“ miteinzubeziehen

BUILDING HOME WORKSHOPS

Bau‘ dein “ideales Zuhause” mit uns! Basierend auf den Ergebnissen des Kreativworkshops werden wir zusammen eine Installation eines “idealen Zuhauses” gestalten und bauen. Wie möchten Sie leben?
Der “work in progress” Bau-Workshop soll TeilnehmerInnen ermöglichen eine ergebnisoffene Manifestation eines “Zuhauses” zu konzipieren, planen und realisieren. Die Gestaltung und Budgetierung wird durch den täglichen Austausch vor Ort entwickelt.