Ergebnisse des diesjährigen IDeA-Wettbewerbs

Die Organisation Ideation Worldwide (IDeA) veranstaltete ihren diesjährigen Place and Displacement-Architekturwettbewerb unter dem Themenschwerpunkt „Integrating Refugee Populations within Cities„. Gesucht waren Lösungen für die bessere Integration von Geflüchteten in den Beispielstädten Berlin, Nairobi und Amman.

Nun wurden die 17 Gewinner und die anerkennenden Erwähnungen bekanntgegeben.

Home not Shelter! begrüßt insbesondere die spannenden Einsendungen für die Stadt Berlin, da diese den Aufgaben und Gegebenheiten in Deutschland – und somit den eigenen Ansätzen des Projekts – am nächsten kommen.


 

Projekt Brückenschlag

Der Gewinner „Brückenschlag„, beispielsweise, ist ein Pop-Up-Kiosk, an dem Geflüchtete sich mit ihren deutschen Nachbarn persönlich austauschen können. Dadurch soll es einfacher fallen, Arbeit zu vermitteln, gemeinsam zu lernen oder einen Sprachpartner zu finden.

Enter the Void“ möchte Geflüchtete mittels bezahlbaren Wohnraum die Ankunft in der Stadt erleichtern. Hierzu möchten die Entwerfer leere Bestandsgebäude nutzbar machen.

Projekt Enter the Void

Klein Berlin“ ist ein verspielter Pavillon, der an verschiedenen Stellen in Berlin stehen soll. Das Konzept knüpft daran an, dass Kinder und deren Wohlergehen die Menschen kulturübergreifend verbinden. An einem Ort, wo Kinder von Menschen mit und ohne Fluchthintergrund spielen können, begegnen sich auch die Eltern.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Einreichung „B-Neighbours„. Integration soll hier über das gemeinsame Wohnen von „locals“, „refugees“ und Touristen erreicht werden. In einem Mehrparteienhaus finden sie alle Unterkunft und kommen so in Austausch.

Projekt B-Neighbours

Die „Waiting Rooms“ sind eine Reihe an offenen Räumen in Berlins Parks und Gärten. Sie fungieren als ein von Kolonnaden begrenztes Wohnzimmer, Esszimmer oder Gartenzimmer für Jedermann.

Your Story, Your Berlin“ ist ebenfalls der Titel für Pavillons, die an wichtigen Punkten in der ganzen Stadt stehen sollen. Diese sind modular, leicht aufzubauen und erweiterbar. Sie sind Orte für Geflüchtete und Berliner, um hier ihre Geschichte zu erzählen.

Alle Ergebnisse und Pläne gibt es unter: http://www.idevelopment.us/2018-results/

Jetzt vorbestellen: „Bella Vista“ im DETAIL Verlag

Das Buch „Bella Vista“ erscheint im April 2018 im DETAIL Verlag und dokumentiert den spannenden Planungs- und Bauprozess einer Landwirtschaftsschule in Bolivien.

Das mit Home Not Shelter! assoziierte Projekt Bella Vista ist eine Design/Build-Aufgabe, die von Studierenden der TU Berlin in Zusammenarbeit mit Handwerkern und Berufsschülern vor Ort selbst bewältigt wurde.

„Bella Vista“ zeigt alle Aspekte des Entwurfs- und Bauprozesses dieses Projektes – von der Spendenakquise über die Erarbeitung eines ersten Entwurfes bis hin zu den zwei Bauphasen und einer Ausstellung über das fertige Projekt. Die ausführliche Darstellung mit zahlreichen Querverweisen wird durch Zeichnungen und Fotos ergänzt.

Erhältlich im DETAIL-Shop unter: https://shop.detail.de/de/landingpages-2/bella-vista-vorbestellen/bella-vista.html

Video: Design/Build im Neighbourhood Living Room

Ältere Menschen, Studierende und Obdachlose unter einem Dach in „Abtswoude Bloeit“ in den Niederlanden. Das Home not Shelter!-Projekt Neighbourhood Living Room stellt die Frage, ob ein lebendiges Wohnzimmer zur Integration der Bewohner beitragen kann. Im Laufe des Stadmakerscongres 2017 entwarfen StudentInnen aus den Niederlanden und Deutschland einen Gemeinschaftsraum für das Abtswoude Bloeit-Wohnprojekt der Studenteninitiative SHS Delft. Anfang Februar wurde dieser Entwurf in dem ehemaligen Pflegeheim von den zukünftigen Bewohnern realisiert.

Hier ein Video von den Bauarbeiten:

Neues Projekt: Heimisch Da-Sein

Im Sommersemester 2018 bieten die Home not Shelter!-Partner Christine Hannemann und Manal El-Shahat von der Universität Stuttgart einen gemeinsamen Entwurf im Bereich Architektur- und Wohnsoziologie an: Heimisch Da-Sein.

Die Fragestellung des Entwurfes zielt auf die gestalterische Auseinandersetzung mit Sozialräumen, die die Integration und Interaktion in der Nachbarschaft fördern.

Konkret werden Wohnprojekte in der DACH-Region untersucht, die für Inklusion und Integration von Zuwanderern stehen: Welche Kriterien fördern hier Integration? Insbesondere werden integrative Wohnprojekte hinsichtlich ihrer Architektur und städtebaulichen Situation untersucht. Der Fokus liegt auf dem Zusammenwohnen verschiedener sozialer Gruppen.

Die Untersuchung der Fallstudien besteht aus einer sozial-räumlichen Analyse anhand von Statistiken und gegebenenfalls Feldforschung. 

Der Entwurf erfolgt in Kooperation mit der Hans Sauer Stiftung und „Home not Shelter!“. Im Rahmen des Entwurfs wird es eine Exkursion nach Wien geben.

Am Mittwoch, den 2. Mai 2018 findet an der Universität Stuttgart ein Gastvortrag zu „Home not Shelter!“ statt. Dr. Ralph Boch von der Hans Sauer Stiftung und Daniel Kerber von morethanshelters sprechen über die bisherige Arbeit und geben fachlichen Input.