Lernpatenschaft

Wie ist das Projekt gestartet?

Das Jahr 2020 wird uns sicherlich allen in Erinnerung bleiben. Ebenso wie der Sommer 2020: nach strikten Lockdown-Monaten waren wieder erste Kontakte möglich.

Diese Chance nutzen wir als Team von home not Shelter! um in Kooperation mit der AWO JMD das Sommerzelt aufzustellen. Das Zelt stand in der direkten Nähe zur GU (Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete). Mit dem Sommerzelt entstand die Möglichkeit, in einem gut durchlüfteten Zelt einen Raum zu gestalten, an dem wir bedarfsorientiertes Programm für Jugendliche und Kinder schaffen konnten.

Schnell stellten wir fest, dass es vor allem neben der Freude an Spielen ein Bedarf an Lernunterstützung gab. Insbesondere in der Zeit vor und nach den Sommerferien wurde uns deutlich, in welcher schwierigen Lage die Kinder und Jugendlichen sich befanden.

Viele Kinder und Jugendliche hatten kaum Möglichkeiten, mit dem Onlineunterricht mitzuhalten. In der GU gibt es kein WLAN und viele Kinder und Jugendliche hatten keinen Zugang zu Notebooks oder Ähnlichem. Neben den strukturellen Problemen mangelte es aber schlicht und einfach an persönlicher und individueller Förderung. Viele Eltern haben das deutsche Schulsystem nie besucht und können ihre Kinder kaum bis gar nicht unterstützen. Die fleißigen Sozialberater*innen können diesen zusätzlichen Bedarf nicht auffangen. Also was tun?

Anfangs haben wir als Kooperationsteam versucht, so viel zu unterstützen, wie es geht. Da wir aber personell schnell an unsere Grenzen gestoßen sind, haben wir zunehmend Unterstützung von angehenden Lehrkräften geholt.

Mit dem Ende des Sommerzelts sollte die Unterstützung der Schüler und Schülerinnen aber nicht enden. Also haben wir das Projekt Lernpatenschaft verfestigt und etabliert. Dafür haben wir die Kooperation um die Partnerschaft mit dem Netz Hallschlag erweitert.

Wie sieht das Projekt mittlerweile aus?

Mittlerweile haben wir rund 15 Lernpatenschaften, in der eine feste Eins-zu-Eins Betreuung wöchentlich stattfindet. Hierfür haben ehrenamtlich engagierte Lehramtsstudierende, Kids und Jugendliche durch das letzte Schuljahr begleitet.

Jede Woche finden diese Treffen in festen Beziehungen statt. Alle Treffen fanden lange im digitalen Raum statt. Erst im Sommer 2021 sind einige Treffen in die Präsenz übergegangen.

Weil wir davon überzeugt sind, dass beide Parteien voneinander lernen können, gibt es einmal im Monat ein Austauschtreffen für die Lehramtsstudierenden. In diesem digitalen Treffen teilen wir Erfahrungen, entwickeln Ideen und bilden uns fort.

Was haben wir durch das Projekt gelernt?

Es sind großartige Beziehungen entstanden zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen, Altersstrukturen und Milieus. Es ist eine großartige Vorbereitung für Studierende aufs Berufsleben und eine tolle Unterstützung für Kids.

Die Anfrage von Kids ist sehr groß und geht über die GU hinaus. Wenn Du Interesse hast, das Projekt mitzugestalten und vielleicht auch einen Ehrenamtsjob übernehmen willst, dann melde Dich bei uns!

Zudem möchten wir darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, dass in unserem Schulsystem niemand vergessen wird. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft! Ihr Bedarf ist unser aller Anliegen!

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