Werk-Stadt am 21.05

Was passiert am 21. Mai?  Der Tag der Nachbarn reicht uns nicht, wir machen ein Wochenende der Nachbarn draus. Am 21. Mai laden wir zum gemeinsamen Bauen ein. Du hast Lust, einen Blumenkasten für deinen Balkon zu gestalten? Eine Sitzgelegenheit oder ein Kräuterbeet? Oder ein Vogelhaus für die Nachbarn aus der Luft? Oder du möchtest einfach das Wochenende im Freien genießen und hast Lust auf einen Kaffee oder einen Tee?  Komm vorbei und lern uns und deine Nachbarn und Nachbarinnen besser kennen. 

Wo findet die Werk-Stadt statt? Auf der Grünfläche vor dem Haus Auf der Steig 85 treffen wir uns und bauen gemeinsam. 

Wann geht es los? Am 21. Mai ab 12 Uhr geht es los.  

Muss ich was mitbringen? Nein! Für Snacks, Getränke sowie alle Baumaterialien ist gesorgt. Außerdem werden wir von drei Bau-Profis unterstützt: Michel aus dem Werk-Statt-Haus Stuttgart sowie Jenny aus dem Werkraum München und Salah helfen beim Bauen.

Die Werk-Stadt auf dem SWSG Gelände

Was soll passieren?

Der Frühling ist da und auch der Sommer lässt nicht mehr lange auf sich warten. Eine perfekte Zeit, um mit seinen Nachbarn und Nachbarinnen oder mit der eigenen Familie im Garten zu verweilen.

Für einen gemütlichen Sommertag im Garten, da wäre es doch perfekt, eine Sitzgelegenheit zu haben. Oder ein Hochbeet, aus dem man sich die Tomaten pflückt? Vielleicht doch lieber einen Sandkasten für die Kids? Oder etwas ganz anderes?

Was auch immer Ihr in Eurem Garten machen wollt, wir versuchen es gemeinsam mit Euch zu planen. Die Umsetzung wird dann im Mai bei einem Bauworkshop stattfinden.

Wo findet die Werk-Stadt statt?

Auf den Grünflächen zwischen den Häusern Auf der Steig 75/77 & 7/81 & 83/85 wird gebaut.

Wann geht es los?

Komm zu unserer Ortsbegehung am 30. April um 12 Uhr und entscheide mit, was auf den Grundstücken passiert. Der Bauworkshop findet dann im Mai statt.

Du willst mehr erfahren? 

Wie alles entstanden ist erfährst Du hier.
Du hast Fragen oder willst mehr erfahren? Dann nimm gerne mit uns Kontakt auf:
Tel.: +49 162 1058256 (Auch per WhatsApp erreichbar)
Mail: homenotshelter@hanssauerstiftung.de

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Integrationsumfrage

Vor einem Jahr hat das Innovationslabor für Integration* seine Arbeit begonnen und wir haben unsere Umfrage zum Thema Integration gestartet. Die Umfrage ist nicht abgeschlossen und weiterhin verfügbar. An dieser Stelle wollen wir lediglich über einen kurzen Zwischenstand berichten.  

Warum ist die Umfrage entstanden? 

Anfang März ist die Förderung vom Deutschen Hilfswerk zum Projekt „Innovationslabor für Integration“ gestartet. Durch diese Förderung waren wir mit dem Begriff „Integration“ konfrontiert. 

Während wir uns mit verschiedener Literatur zu dem Thema auseinanderzusetzt haben, war uns Eure Meinung wichtig: Was versteht Ihr unter dem Begriff? Was verbindet Ihr damit? 

Wer hat teilgenommen? 

Es haben rund 30 Personen in anonymisierter Form über unsere Website teilgenommen. 

Was haben wir gelernt? 

Wir haben viele kleine private Einblicke erhalten und uns so mit Haltungen und Meinungen auseinandersetzen können. Wir konnten herausfinden, was die teilnehmenden Personen mit Integration verbinden, was sie selbst erlebt haben bzw. welche Erfahrungen sie gemacht haben.  

So verbinden fast alle Integration mit dem Begriff Sprache (96%), aber nur wenige mit dem Begriff warten (4%).  
Die wenigsten Teilnehmenden verbinden den Begriff mit etwas negativem (15%). Außerdem gab es viele tolle Vorschläge was man von einem Innovationslabor für Integration erwarten könnte: „Menschen zusammenzuführen – auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen“ oder „Auf Augenhöhe und miteinander (mit allen Gruppen und Menschen) zu arbeiten und den Bedarf zu finden.“ 

Auffällig war, dass viele die Arbeit im Projekt Innovationslabor für Integration als eine Arbeit für zugewanderte Personen sehen. Integration wurde häufig als eine Anstrengung bzw. eine Aufgabe gesehen.  

Was bedeutet das für uns? 

Durch die gesammelten Aussagen der Umfrage, aber auch durch wissenschaftliche Artikel konnten wir unsere eigene Position im Bereich Integration reflektieren und festigen. Siehe dazu auch den Blogartikel “Was Integration für uns bedeutet”. 

Aus diesen Erkenntnissen konnten wir auch Erkenntnisse für unsere Projektarbeit gewinnen: Uns ist bewusst, dass marginalisierte Gruppen und Personen mit Diskriminierungserfahrungen besondere Schutzräume brauchen. Deshalb finden wir es auch wichtig, dass sich gewisse Angebote nur an einzelne Personengruppen richten.  

Bei den meisten Projekten unserer Arbeit steht jedoch der Aspekt der Integration und des Miteinander im Vordergrund. Die Teilnahme an diesen Projekten und Events ist daher unabhängig vom Aufenthaltsstatus und der persönlichen Familiengeschichte. Integration geht uns alle an! 

Die Erkenntnisse aus der Umfrage haben uns enorm geholfen, unsere eigene Position zu festigen und mehr persönliche Geschichten zu erfahren. Wir bedanken uns für Eure Zeit und Euer Vertrauen.  

Wir möchten weiter im Gespräch über das Thema Integration bleiben, also teilt die Umfrage gerne mit anderen und nehmt Teil, falls Ihr das noch nicht getan habt. 

Disclaimer

Wir versuchen die Thema Integration so weit es uns möglich ist zu hinterfragen. Wenn du zu dem Thema eine andere Perspektive hast, dann schreibe gerne einen Kommentar oder trete mit uns in Kontakt. Nutze hierfür auch gerne unsere Umfrage. Wir freuen uns immer von anderen Perspektiven zu lernen. Uns ist bewusst, dass das Thema aufwühlend und verletztend seien kann. Wenn dir etwas diskriminierendes oder verletzendes auffällt, dann lass uns auch das wissen.

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Integration und was das für uns bedeutet

Im März 2021 ist unsere Förderung Innovationslabor für Integration* gestartet. Den Start der Förderung nahmen wir zum Anlass, um mehr über das Wort Integration nachzudenken. Zum einen haben wir dafür Bücher, Artikel und Berichte gewälzt und viel im Team diskutiert. Zum anderen haben wir Euch befragt und mitdiskutieren lassen.

Integration als Prozess

Integration ist für uns ein nie endender Prozess, in dem sich Menschen mit verschiedenen Kulturen austauschen. Kulturen bezieht sich dabei nicht nur auf Länder, sondern auf unterschiedliche Erfahrungen, Sprachen, Religionen, Werteverständnisse und vieles mehr. Für einen gemeinsamen Austausch ist es unserer Meinung nach wichtig, dass sich alle Parteien auf Augenhöhe begegnen können. Dies setzt voraus, dass Hürden wie Ängste, Sprachbarrieren, Vorurteile und mangelndes Verständnis abgebaut werden müssen. Es setzt zudem voraus, dass Menschen „Räume“ des Austausches finden und besuchen wollen.

Mehr Austausch

Ein gemeinsamer Austausch ermöglicht, voneinander zu lernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede zu diskutieren. Im gemeinsamen Austausch können Regeln für ein Miteinander entstehen und Werte können immer wieder neu geschrieben werden. Das kann in Räumen des alltäglichen Lebens passieren, wie im Straßenverkehr, in der Schule, auf der Arbeit, im Supermarkt, im Kindergarten oder in konstruierten Räumen des Sozialraums. Wir als Home not Shelter! wollen diese Orte aufzeige, zugänglich machen und gemeinsam mit Euch gestalten – wie zum Beispiel den Habibi Dome.

Ein gemeinsamer Austausch muss nicht immer verbal erfolgen, oft lernen wir von anderen durch Beobachten, von Körpersprache und Mimik. Es kann jedoch helfen, nachzufragen, ob man Dinge so versteht, wie andere sie meinen. Durch eine offene Kommunikation können wir den Austausch untereinander fördern.

Gemeinsam gestalten

Wir als Home not Shelter! sehen unsere Aufgabe darin, Räume des Austauschs zu ermöglichen. Hürden transparent zu machen und diese, soweit es in unserer Macht liegt, abzubauen. Wenn du Interesse hast, Räume mitzugestalten oder mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann melde dich immer gerne.

Integration ist ein Prozess, der den Austausch fördert und ein Miteinander ermöglicht.

Hinweis: Wir versuchen die Thema Integration so weit es uns möglich ist zu hinterfragen. Wenn du zu dem Thema eine andere Perspektive hast, dann schreibe gerne einen Kommentar oder trete mit uns in Kontakt. Nutze hierfür auch gerne unsere Umfrage. Wir freuen uns immer von anderen Perspektiven zu lernen. Uns ist bewusst, dass das Thema aufwühlend und verletztend seien kann. Wenn dir etwas diskriminierendes oder verletzendes auffällt, dann lass uns auch das wissen.

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Jahresrückblick 2021

Das Stuttgarter Team der Initiative Home not Shelter! schaut auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Durch die Förderungen „Innovationslabor für Integration“ der deutschen Fernsehlotterie startete im März 2021 eine neue Phase und auch das Team in Stuttgart wächst – aus zwei wurden vier. Die inhaltliche Arbeit fokussiert sich zunehmend auf die Gestaltung von Sozialräumen in den Stadtteilen Münster und Hallschlag.

Neben diesen Neuigkeiten und Veränderungen bleibt die Arbeit in verschiedenen Projekten bestehen und es wurden neue Projekte auf die Beine gestellt. Im Folgenden ein kurzer Abriss über die Projekte der Initiative 2021:


Lernpatenschaft

In dem seit Sommer 2020 bestehenden Projekt gibt es aktuell 12 Patenschaften zwischen Kindern aus der GU (Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete) sowie Kindern aus dem Stadtteil und angehenden Lehrer*innen. Gerne würden wir das Projekt vergrößern, so sind wir auf der Suche nach weiteren Lernpat*inne: Bei Interesse meldet Euch gerne!

Lernpatenschaft ist ein Kooperationsprojekt mit der EVA (Evangelische Gesellschaft) und JMD AWO (Jugendmigrationsdienst im Quartier der AWO). Stetig erfreuen wir uns an den kleinen und großen Erfolgen dieser Patenschaften. Ein großer Dank gilt den ehrenamtlich engagierten Studierenden und den fleißigen Kids.


Habibi Dome

Der Habibi Dome ist eine Weiterentwicklung des Sommerzelts 2020. Dieses Jahr stand das Zelt für fünf Monate im Stadtteil und war ein Ort der Vernetzung. Zudem hat Home not Shelter! die Zeit genutzt, um mehr über Bedarfe und Wünsche der Anwohnenden zu erfahren.
Diese Informationen wurden aufbereitet und fließen in zukünftige Projekte ein.
Das Projekt ist im Oktober geendet. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Netzwerkpartner*innen und allen Besucher*innen für die tolle Zeit!


Ideen-Labor

In den letzten Wochen des Habibi Domes (Oktober 2021) ist das Projekt Ideenlabor gestartet. Bei dem partizipativen Projekt wurden Probleme und Ideen aus dem Stadtteil Hallschlag gesammelt. In einem Workshop mit Vertreter*innen der Stadt und Zivilbevölkerung wurden diese Ideen zusammengeführt und weiterentwickelt. Aktuell soll in einem Abstimmungsprozess zwischen drei Visionen entschieden werden. Die meistgewählte Vision soll dann mit einer Aktionsgemeinschaft umgesetzt werden.


In diesem Sinne bedanken wir uns für ein großartiges Jahr mit vielen tollen Kooperationen, Vernetzungen und Erlebnissen und freuen uns auf neue Herausforderungen im Jahr 2022.

(c) homenotshelter! und AWO JMD